Inhalt überspringen

Diversifizierung der Gesundheitssimulation durch neue mobile Technologien

Kundentestimonial

Im Bereich der medizinischen und paramedizinischen Ausbildung spielen neue Technologien eine entscheidende Rolle, um dem Mangel an Ausbildern, Zeit oder geeigneten Räumlichkeiten zu begegnen. Innovationen ermöglichen vielfältige Trainings‑ und Simulationserfahrungen, die der Realität sehr nahekommen und Lernenden die Chance geben, gezielt die Kompetenzen zu entwickeln, die sie für ihren beruflichen Weg benötigen.

Im Simulationszentrum des Regionalen Trainingsinstituts (RTI) am Universitätsklinikum (CHU) Reims hat der Einsatz der SimCapture Mobile Camera die Durchführung von Simulationen grundlegend verändert. Sie ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität und einen bislang unerreichten Realismus der Szenarien.

Über uns

Das Regionale Trainingsinstitut (RTI) des Universitätsklinikums Reims in Frankreich betreut 1.200 Studierende aus 12 Schulen, darunter Rettungssanitäter, Pflegehilfskräfte, medizinische Regulierungsassistenten, Pflegefachkräfte, Führungskräfte im Gesundheitswesen, Kinderpflegekräfte, Hebammen und Physiotherapeuten. Das Zentrum unterstützt sowohl die Aus‑ als auch die Weiterbildung und bietet ein breites, vielfältiges Simulationsangebot – einschließlich multidisziplinärer Simulationen unter Einbindung verschiedener Schulen.

Problematik

Dem wachsenden Bedarf an Flexibilität und Realitätsnähe in der Gesundheitssimulation gerecht werden

Pflegestudierende bei einem Simulationstraining

Das Simulationszentrum des CHU Reims deckt die Anforderungen unterschiedlichster Fachdisziplinen ab, die teilweise spezielles Equipment oder besondere Simulationsumgebungen erfordern – etwa Krankenwagen, In‑situ‑Simulationen, Simulationen im Außenbereich, Szenarien mit CT‑Scannern, nachgebildete Wohnräume oder physiotherapeutische Praxen mit schwer beweglichen Massageliegen. Diese Rahmenbedingungen bringen eine komplexe Logistik und Organisation mit sich, zumal die Simulationen in hoher Frequenz und unter begrenzten Zeitvorgaben stattfinden.

Insgesamt waren der Realismus und die Relevanz der vom IRF angebotenen Szenarien durch materielle Einschränkungen begrenzt.

„Alles fand innerhalb der Mauern des Simulationszentrums statt – mit, wie man sich vorstellen kann, erheblichen logistischen und organisatorischen Herausforderungen. Die Schule ist sehr groß: Es gibt 1.200 Studierende, darunter insbesondere IFSI‑Jahrgänge [Institut de Formation en Soins Infirmiers] mit jeweils 200 Teilnehmenden.“   

- Eric Mahut

Krankenhausingenieur und Leiter Digitalisierung
 

Eric Mahut circle

 

Lösung

Die Durchführung von Simulationen in jeder Umgebung vereinfachen

SimCapture im Einsatz im Freien durch Rettungspersonal

Das Simulationszentrum des IRF war bereits mit der SimCapture-Lösung ausgestattet,

die in mehreren Räumen mit kompatibler Audio‑Video‑Technik installiert und mit einem von Laerdal Medical bereitgestellten Simulator genutzt wurde.

An dieser Stelle kommt SimCapture Mobile Camera ins Spiel 

– eine Video‑Streaming‑App, die in Verbindung mit einem SimCapture‑Konto jedes Smartphone oder Tablet in eine mobile Kamera verwandelt. Sie eignet sich ideal für Transportszenarien sowie für Simulationen vor Ort und in situ, bietet vollständigen Zugriff auf die Funktionen von SimCapture Cloud und ist für Android und iOS verfügbar.

Eric Mahut erinnert sich: „Die mobile App wurde uns im Rahmen einer Schulung vom Laerdal‑Trainer vorgestellt. Die leitenden Ausbilder waren sofort von der Mobilität begeistert – denn das Simulationszentrum konnte nun direkt in die Praxisräume kommen. Das eröffnete viele neue Möglichkeiten, die wir zuvor nicht hatten.“

Simulationen jetzt in jeder Umgebung möglich  

Neben den mit fest installierter Audio‑Video‑Technik ausgestatteten SimCapture‑Räumen im Simulationszentrum können Ausbilder und Studierende die mobile Lösung heute nutzen, um Simulationen genau dort aufzuzeichnen, wo es für das jeweilige Szenario am sinnvollsten ist – etwa in Praxisräumen für Physiotherapiestudierende oder nachts im Freien für Rettungssanitäter. Eric Mahut erinnert sich an eine besonders eindrucksvolle Simulation: „Mit Autoscheinwerfern mitten im Winter um Mitternacht oder sogar erst um ein Uhr morgens […]. Das war spektakulär – mit den Ambulanzen, den Blaulichtern …“.

 

SimCapture App screenshot showing an image of two medically trained people working on a child manikin, as well as two smaller images, one of an appliance, and another of a simulation training session.

 

Auch andere Veranstaltungsformate wie die „Blocs 360“, die nach dem Modell der Französischen Gesellschaft für Anästhesie und Reanimation entwickelt wurden, profitieren von der mobilen Lösung. Während dieser „Blocs 360“ wird ein SMUR‑Einsatz simuliert und live in einen Hörsaal übertragen. Durch gezielte Kameraeinstellungen und Zooms kann das Publikum die Simulation detailliert mitverfolgen.

 

Zusätzliche „Räume“ im Simulationszentrum 

Die mobilen Einsatzmöglichkeiten ermöglichen nicht nur vielfältige und realistische Simulationsszenarien, sondern bieten auch eine Lösung für logistische Herausforderungen, die der reibungslosen Durchführung von Simulationen mitunter im Weg stehen. Darauf weist Fabien Chardain hin, Pflegefachkraft, Ausbilder an der Schule für Anästhesiepflege am CHU Reims und Koordinator des Simulationszentrums des IRF:
„SimCapture Mobile Camera bietet eine Einfachheit und Flexibilität, die wirklich sehr wertvoll ist. Es ist schon vorgekommen, dass zu viele Personen gleichzeitig im Simulationszentrum filmen wollten. In solchen Fällen konnten wir mit zwei iPads sehr schnell so etwas wie einen zusätzlichen Raum im Simulationszentrum einrichten. […] Praktisch jeder Raum kann in einen Simulationsraum verwandelt werden – es gibt nahezu keine Grenzen.“

 

Einfache Bedienung und mehr Eigenständigkeit für Studierende 

Neben der hohen Flexibilität bietet SimCapture Mobile eine intuitive Benutzeroberfläche, mit der Ausbilder unterschiedliche Simulationsszenarien erstellen und verwalten können, ohne dafür vertiefte technische Kenntnisse zu benötigen.

 

„Das funktioniert sehr gut, weil es den Teilnehmenden ermöglicht, in ihrem Praxisraum zu bleiben. Die Organisation ist für sie deutlich einfacher, ohne viele technische Hürden.“

 

- Eric Mahut

Krankenhausingenieur und Verantwortlicher für Digitalisierung

 

Darüber hinaus hat sich das IRF bewusst dafür entschieden, diese Lösung auch für eine selbstständige Nutzung durch Studierende freizugeben und dabei auf ein sicheres System zu setzen. Hintergrund ist die Vermeidung des Risikos, dass Studierende mit Videoaufnahmen aus Operationssälen „herumlaufen – sei es zu Trainingszwecken oder aus anderen Gründen“, wie Eric Mahut erläutert.
„Diese Lösung ist vollständig abgesichert, und genau so stellen wir sie auch vor. Der IT‑Administrator muss das zu verwendende Gerät hinzufügen […], es dem virtuellen Raum zuordnen und damit zur Videoaufzeichnung autorisieren. Das erhöht die Sicherheit des Systems erheblich.“

So können Studierende, deren mobile Endgeräte durch die Administration mit dem System gekoppelt wurden, eigenständig arbeiten – ohne die Anwesenheit oder Beaufsichtigung durch einen Ausbilder. Das eröffnet neue Möglichkeiten hinsichtlich Trainingshäufigkeit und Peer‑Learning.

 

Audio-Video-Qualität und Datensicherheit 

SimCapture Mobile Camera bietet zudem technische Vorteile gegenüber gängigen Online‑Kollaborationsplattformen, wie Eric Mahut betont:
„Die Lösung unterscheidet sich deutlich von Übertragungen über Zoom oder Meet – vor allem durch die hohe Bildqualität und den realistischen Klang. Früher haben wir gelegentlich Zoom genutzt und in den Nebenraum übertragen, aber es gab kleine Verzögerungen und Interferenzen. Hier [mit SimCapture Mobile Camera] haben wir echtes Live‑Streaming in hoher Qualität. Außerdem kann der Stream in beliebig viele Räume übertragen werden, da alles über die Cloud läuft. Das ist sehr, sehr praktisch.“

Zusätzlich sorgt das Hosting in einer europäischen Cloud (Amazon Web Services in Deutschland) für die Sicherheit und Vertraulichkeit der aufgezeichneten Daten und erfüllt die strengen lokalen Anforderungen an den Datenschutz.

Ergebnisse

Nutzerengagement und Wirksamkeit von Simulationen

Screenshot SimCapture

Die Ergebnisse sprechen für sich: Die SimCapture Mobile Camera‑Lösung wurde breit angenommen und erhielt durchweg sehr positives Feedback. „Wir sind von etwas, das fast ein Gadget war und mit dem wir nicht so recht wussten, was wir damit anfangen sollen, zu einer Lösung gekommen, die heute für das Simulationszentrum unverzichtbar ist. Es ist wirklich ein Werkzeug, das wir regelmäßig einsetzen“, sagt Eric Mahut.

Die einfache Handhabung der Lösung war ein entscheidender Faktor für ihre Akzeptanz.

„Studierende und Ausbilder haben sich schnell mit der Technologie vertraut gemacht, was das Engagement und die Effektivität der Trainings deutlich erhöht hat. […] Anfangs sind die Menschen zurückhaltend, weil sie die Lösung nicht kennen und lieber am Simulationszentrum bleiben. Sobald sie sie jedoch ausprobiert haben, fragen sie systematisch wieder nach den iPads, weil es so einfach ist: Man kann die Perspektiven beliebig wechseln, zoomen und den Bildausschnitt ganz nach Bedarf wählen …“   

- Fabien Chardain

Pflegefachkraft, Ausbilder an der Schule für Anästhesiepflege am Universitätsklinikum Reims und Koordinator des Simulationszentrums des Regionalen Trainingsinstituts des Universitätsklinikums Reims

Fabien Chardain headshot

 

 

Die mit dieser Lösung entwickelten und erfassten Kompetenzen sind zahlreich, vielfältig und interdisziplinär – und werden unter Bedingungen trainiert, die der Realität so nahe wie möglich kommen.

Perspektiven

Die Erfahrungen des Regionalen Trainingsinstituts (IRF) am CHU Reims mit der SimCapture Mobile Camera sind ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Technologie die medizinische Ausbildung grundlegend verändern kann. Fabien Chardain und Eric Mahut erkunden weiterhin neue Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Lösung, die sie seit Ende 2023 zunächst als Beta‑Tester erprobt haben, bevor sie sie in den regulären Betrieb übernommen haben.

Hinweise für andere Simulationszentren

Für Simulationszentren, die erwägen, SimCapture Mobile Camera einzuführen, geben Fabien und Eric einige wertvolle Ratschläge.  

 

1. Ein Werkzeug im Dienst der pädagogischen Ziele: stets im Hinterkopf behalten, dass entscheidend das pädagogische Ziel ist und nicht so sehr das Werkzeug. Die Ausbildung der Instruktoren ist wesentlich, um ein gutes Briefing oder ein gutes Debriefing sicherzustellen. Die Werkzeuge dienen diesem Zweck. 

2. Auf hochwertiges Material setzen : Die Qualität des wiedergegebenen Videos sowie die Tonrückmeldung hängen zum Teil vom verwendeten Tablet ab. Nicht alle Tablets sind gleichwertig. 

3. Die Benutzerfreundlichkeit kommunizieren : Den Nutzern, sowohl Ausbildern als auch Studierenden, die Einfachheit der Lösung zeigen, um eine schnelle Akzeptanz sicherzustellen.