3 Tipps zur Nutzung von Simulationen zum Aufbau und zur Beurteilung von Kompetenz bei EMS-Anbietern
Egal, ob Sie Studierende auf ihre erste Patientenbegegnung vorbereiten oder erfahrenen Anbietern helfen, ihre Fähigkeiten zu schärfen, eines bleibt konstant: Kompetenz wird nicht nur durch Vorlesungen aufgebaut. Sie wird durch praktische, realistische und datenbasierte Übungen erworben — und hier glänzt die Simulation.
Die Simulation bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Komplexität, Unberechenbarkeit und emotionale Intensität der präklinischen Versorgung nachzubilden. Sie baut nicht nur psychomotorische Fähigkeiten auf, sondern entwickelt auch das Urteilsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und das Selbstvertrauen, die Anbieter benötigen, um unter Druck zu arbeiten.
Noch wichtiger ist, dass sie eine strukturierte Umgebung für die Bewertung schafft: Lehrende können die Leistung objektiv bewerten, gezieltes Feedback geben und die Kompetenz im Laufe der Zeit überprüfen.
In diesem Artikel untersuchen wir drei wirkungsvolle Methoden, um Simulationen zu nutzen, um wesentliche Kompetenzen aufzubauen und zu bewerten — von Soft Skills über CPR bis hin zu Geburten in der Gemeinschaft — in Ihrem präklinischen Schulungsprogramm.

Soft Skills — wie Kommunikation, Teamarbeit, Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit und klinisches Denken — gehören zu den schwierigsten Kompetenzen, die man vermitteln kann, aber sie sind oft das, was einen guten von einem ausgezeichneten EMS-Anbieter unterscheidet.
Diese Fähigkeiten kommen ins Spiel, wenn Einsatzkräfte unerwarteten Herausforderungen gegenüberstehen: einem aggressiven Patienten, einem defekten Gerät oder begrenzten Ressourcen am Einsatzort. Sie beeinflussen auch, wie Anbieter mit Patienten und Angehörigen kommunizieren, die Versorgung mit Partnern koordinieren und unter Stress Entscheidungen treffen.
So lehren und bewerten Sie Soft Skills mit Simulation:
Bewertungstipp: Ein High-Fidelity-Manikin wie SimMan® ALS ermöglicht Ihnen die Erstellung komplexer, dynamischer Szenarien, die die Entscheidungsfindung und Anpassungsfähigkeit der Lernenden herausfordern — von plötzlicher Verschlechterung des Patienten bis hin zu unerwarteten Geräteausfällen.
Die Aufzeichnung Ihrer Szenarien mit einem Simulations-Videoaufzeichnungssystem ermöglicht es Lernenden, ihre eigene Leistung anzusehen, über Kommunikations- und Teamarbeitsverhalten nachzudenken und zu verstehen, wie sich ihre Entscheidungen in Echtzeit entwickelt haben. Diese Leistungsdaten helfen Ihnen außerdem, Soft Skills objektiv zu bewerten und Fortschritte im Laufe der Zeit zu verfolgen.
- Ed Biebel
Clinical Simulation Manager, Rowan College at Burlington County

Weiterführende Lektüre: Preparing Paramedic Students with Video-Assisted Debriefing at Rowan College

HLW gehört zu den grundlegendsten – und am schnellsten nachlassenden – Fähigkeiten im Rettungsdienst. Obwohl viele Fachkräfte Brustkompressionen und Beatmung zunächst während der Zertifizierung beherrschen, nimmt die Kompetenz ohne regelmäßiges, gezieltes Training häufig ab.
Traditionelle Auffrischungstrainings, die typischerweise einmal oder zweimal jährlich stattfinden, reichen nicht aus, um eine hohe Leistungsqualität aufrechtzuerhalten. Studien zeigen, dass Training mit niedriger Dosis und hoher Frequenz – kürzere, häufigere Übungseinheiten – effektiver für den Erhalt und die Verbesserung von Fertigkeiten ist.
So lehren und beurteilen Sie HLW mit Simulation:
Bewertungstipp: Optimale HLW‑Simulationswerkzeuge bieten Echtzeit‑Feedback und Leistungsdaten, die gespeichert, analysiert und zur Überprüfung der Kompetenz sowohl für die Erstzertifizierung als auch für die kontinuierliche Fortbildung genutzt werden können.
Programs like Resuscitation Quality Improvement® (RQI®) and HeartCode® Complete deliver scenario-based CPR training combined with objective performance feedback. Diese Plattformen messen und berichten kontinuierlich über die Leistung der Lernenden – und helfen Ihnen sicherzustellen, dass Fachkräfte evidenzbasierte Qualitätsstandards für HLW erfüllen.
Außerdem verwalten die Plattformen die AHA‑Zertifizierungen und ‑Erneuerungen der Fachkräfte.
- Feuerwehrmann Robert Kelley,
Ausbilder für Rettungsdienst und AHA Training Center Coordinator, Columbus Division of Fire

Weiterführende Informationen: Advancing CPR Training with RQI® at Columbus Division of Fire
Wenige Situationen stellen die Gelassenheit und klinischen Fähigkeiten eines präklinischen Anbieters so auf die Probe wie eine unerwartete außerklinische Geburt. Diese Einsätze erfordern eine schnelle Beurteilung, klare Kommunikation und eine selbstbewusste Ausführung von Fähigkeiten, die viele Anbieter nicht oft üben können.
Simulation bietet eine sichere Möglichkeit, Lernende auf das gesamte Spektrum geburtshilflicher Notfälle vorzubereiten — von unkomplizierten Geburten bis hin zu Schulterdystokie und postpartalen Blutungen.
Wie man geburtshilfliche Kompetenz mit Simulation lehren und bewerten kann:
Bewertungstipp: Beim Training für geburtshilfliche Notfälle dokumentieren Sie nicht nur die prozedurale Kompetenz, sondern auch die Entscheidungsfindung und Kommunikation unter Stress. Nutzen Sie ein strukturiertes Debriefing, um Lerninhalte zu festigen und die Leistung zu verbessern.
Ein Mutter- und Geburtssimulator bietet Lernenden praktische Erfahrungen mit realistischen außerklinischen Geburtsszenarien - einschließlich Komplikationen, die schnelles klinisches Denken und Teamarbeit erfordern. In Kombination mit einem Simulationsmanagementsystem wie SimCapture™ for EMS können Szenarien aufgezeichnet, Teamdynamiken analysiert und detailliertes Feedback bereitgestellt werden, das den Kompetenzerwerb beschleunigt und die zukünftige Leistung verbessert.
Für Programme, die eine kosteneffizientere Trainingsoption suchen, bietet MamaBirthie praxisnahes Training grundlegender Geburtsmanöver bei gleichzeitiger Wahrung einer respektvollen maternalen Versorgung.