Weltweiter Tag der Patientensicherheit
Verbesserung der Patientenversorgung
Sichere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen gewährleisten die Sicherheit der Patienten
Die COVID-19-Pandemie hat die Gesellschaft im Gesundheitswesen auf der ganzen Welt dramatisch herausgefordert. Beschäftigte im Gesundheitswesen, die im Kampf gegen das Virus an vorderster Front stehen, haben ein erhöhtes Infektions- oder sogar Sterberisiko erfahren. Darüber hinaus erhöht die Arbeit in einer stressigen Umgebung die Risiken sowohl für die physische als auch für die psychische Gesundheit und macht sie anfälliger für Fehler, die zu Schäden für den Patienten führen können.
Wir widmen unsere Stimme dem Handlungsaufruf der World Health Organization, sich für die Sicherheit der Beschäftigten im Gesundheitswesen einzusetzen, in dem dringende Maßnahmen gefordert werden, um die Sicherheit der Beschäftigten im Gesundheitswesen als Priorität für die Sicherheit der Patienten anzuerkennen und in sie zu investieren. Denn wenn unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen nicht in der Lage sind, für ihre Sicherheit zu sorgen, werden sie auch nicht in der Lage sein, für die Sicherheit ihrer Patienten zu sorgen.
Warum sollte man die Patientensicherheit verbessern?
There is a 1 in 300 chance of a patient being harmed in a hospital.
1 in 4 patients are harmed while receiving primary and ambulatory healthcare.
Healthcare-associated infections occur in 14 out of every 100 patients.

More than 40 million adverse events occur to patients during hospitalization.
Mehr Möglichkeiten zum Trainieren

Eine der größten Herausforderungen bei der Verbesserung der Patientensicherheit sind die Trainingsmöglichkeiten. Gelegenheiten zum Üben in Kliniken, vor allem im Rahmen der Ausbildung von Pflegekräften, werden immer begrenzter, während gleichzeitig der Bedarf an medizinischen Fachkräften aufgrund der älter werdenden Bevölkerung ansteigt.

Die Reduzierung medizinischer Fehler und die Verbesserung der Patientensicherheit sind unerlässliche Elemente der Patientenfürsorge, aber nicht die einzigen. Zur optimalen Patientenfürsorge gehört auch das Erkennen latenter Sicherheitsrisiken, das Fördern von Teamwork und Kommunikation sowie die Gewährleistung, dass professionelle Kompetenz nicht nur gewahrt bleibt, sondern gesteigert wird.

Aber nicht nur die Möglichkeit zum Üben ist unverzichtbar, es muss auch sicher und ohne Gefahr für Patienten erfolgen. Simulationsbasiertes Training ermöglicht es Studenten, Ärzten, Krankenschwestern und anderen Mitarbeitern in der Gesundheitsversorgung, ohne Risiko für Patienten kognitives Lernen und praktisches Üben zu kombinieren.
Simulationsbasierte Ausbildung
Die Methodologie der simulationsbasierten Ausbildung ist im Gesundheitswesen mittlerweile weithin als leistungsstarke Maßnahme anerkannt, um klinisches Wissen zu verstärken, die Teamkommunikation zu verbessern und Skills zur Entscheidungsfindung zu lehren. Simulation ist eine Ausbildungsmethode, keine Technologie. Simulation ist nicht nur zur Vermittlung klinischer Skills geeignet, sondern dient auch dem Teamwork und der Kommunikation. Außerdem lässt sich damit das Training standardisieren, und evidenzbasierte Richtlinien und spezifische Ziele können leichter eingehalten bzw. erreicht werden. Mittlerweile geht es weniger darum, was Simulation erreichen kann, sondern die Frage lautet vielmehr, wie man Simulation am besten zur Verbesserung der Patientenfürsorge einsetzt.
Funktioniert Simulation?
Die medizinische Ausbildung verfolgt traditionell den Ansatz „zusehen, selber machen”. In diesem Kontext konzentriert das Lehren sich auf die Weitergabe von Wissen. Beim simulationsbasierten Training erwacht dieses Wissen zum Leben – in einer Umgebung, die reale klinische Situationen und realistische Erfahrungen nachahmen soll, bei denen Klinikkräfte sowohl ihre individuellen Skills als auch die im Team schulen können, ohne ein Risiko für reale Patienten darzustellen.