Evidenz aus der Forschung zur translationalen Simulation
Simulationswissenschaft: Von der Fertigkeit zum Versorgungssystem
Eine umfassende Übersichtsarbeit von McGaghie und Kollegen zeichnete die Entwicklung der simulationsbasierten medizinischen Ausbildung (SBME) nach – von simulationsgestütztem Lernen über Verbesserungen in der klinischen Versorgung bis hin zu besseren Ergebnissen für Patienten und die öffentliche Gesundheit. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass strukturierte, kontinuierliche Forschung im Bereich der translationalen Simulation konkrete Verbesserungen in der Versorgungspraxis sowie einen positiven Return on Investment erzielen kannt.2
Definition und praxisorientierter Rahmen
Die Experten für translationale Simulation, Dr. Chris Nickson und Dr. Victoria Brazil, definieren translationale Simulation als einen simulationsbasierten Ansatz zur Identifikation von Sicherheitsrisiken und zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen in realen Versorgungssystemen. Ihr Rahmenkonzept, das bereits in mehr als 1.000 Simulationsaktivitäten in Australien und Kanada eingesetzt wurde, verdeutlicht die Rolle von Simulation als diagnostisches, interventionelles und fest in Verbesserungsprozesse integriertes Instrument.3