„Das ist wirklich interessant. Ich denke, Simulation passt hervorragend zu einer kompetenzbasierten Ausbildung – egal ob im medizinischen Bereich oder darüber hinaus. Die Ziele beider Ansätze sind bereits eng aufeinander abgestimmt: Die Simulationsausbildung ist von Natur aus lernendenzentriert, und wir passen die Schwierigkeitsgrade kontinuierlich an.
Gleiches gilt für die kompetenzbasierte Ausbildung. Auch hier geht es darum, den Fokus stärker auf Kompetenzen zu legen und den Ansatz von einem eher systemorientierten hin zu einem stärker lernendenzentrierten Modell zu entwickeln. In diesem Kontext ist der Einsatz von Simulation eine ideale Ergänzung – und etwas, das wir deutlich häufiger nutzen sollten.
Simulation bietet die Möglichkeit, uns von den unteren Stufen des Kompetenznachweises – in der Bloom’schen Taxonomie dem „Wissen, wie“ – hin zu höheren Ebenen wie „zeigen“ und „handeln“ zu entwickeln, also zu einer anspruchsvolleren Bewertung von Wissen und Können. Das ist ein entscheidender Faktor, um Menschen darauf vorzubereiten, nach Abschluss ihrer Ausbildung kompetent in der Praxis zu arbeiten.“
„Aktuell gibt es durchaus Fälle, in denen wir nicht mit Sicherheit sagen können, ob jemand zum Zeitpunkt seiner Fach- oder Zertifizierungsprüfung tatsächlich die erforderliche Kompetenz besitzt. Diese belastbare Evidenz fehlt uns bislang. Die kompetenzbasierte Ausbildung wird genau das ermöglichen.
Simulation wird dabei eine zentrale Rolle spielen – insbesondere bei seltenen, aber hochkritischen Situationen. In solchen Fällen würden Ausbilder Lernende nicht ohne Weiteres eigenständig handeln lassen, wenn sie ihre Fähigkeiten und ihr Wissen unter Beweis stellen sollen. Genau hier ist Simulation unverzichtbar und spielt eine entscheidende Rolle.„