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Die Rettungskette

Erhöhung der Überlebensraten nach plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Auch ein einziges schwaches Glied in der Rettungskette kann die Überlebenschancen dramatisch verschlechtern. Dabei ist ja auch essentiell ein Überleben des Patienten ohne schwerwiegende Konsequenzen zu sichern oder durch die richtige Pateintenversorgung einen raschen Genesungsprozess zu ermöglichen. Die Überlebensrate nach einem Herzstillstand ist gering. Inakzeptabel gering. Sie liegt im Durchschnitt bei unter 10 %. In einigen Ländern beträgt sie jedoch fast 30 %, und sie kann sogar bis zu 50 % erreichen, sobald regelmäßige CPR-Trainings vor Ort implementiert werden können.

Was wir wissen

Jahrzehntelang hat sich die Überlebensrate nach einem Herzstillstand nicht verbessert. Warum nicht? Weil wir nicht wussten, was zu tun ist, um sie zu steigern. Heute wissen wir es. An einigen Orten dieser Erde wurden auf Basis dieses Wissens Veränderungen implementiert, und die Resultate sind vielversprechend. Wenn wir einen Beitrag leisten, optimale Methoden und Programme zur Stärkung der Rettungskette zu implementieren, lässt sich die Überlebensrate bei Herzstillstand unserer Auffassung nach um bis zu 50 % steigern.

Maximaler Effekt

Wir wissen heute, dass jedes Glied der Überlebenskette unterschiedlich stark zur Verbesserung der Überlebenschance beitragen kann. In den ersten Minuten nach einem Herzstillstand kann die Zusammenarbeit von Melder und Rettungsleitstelle die Überlebenswahrscheinlichkeit um den Faktor 4 verbessern. In der folgenden Stunde kann Qualitäts-CPR durch den Rettungsdienst einen Faktor von 3 dazu beitragen, und die anschließende Pflege im Krankenhaus bringt in den nächsten Tagen noch einmal einen Faktor von 2. Insgesamt besteht also die Chance, die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem Herzstillstand um das 24-fache zu steigern.

In den vergangenen Jahrzehnten lag das Hauptaugenmerk auf den letzten beiden Gliedern der Kette – Rettungsdienst und Versorgung im Krankenhaus. Mittlerweile wissen wir aber, dass ein früheres Eingreifen die Überlebensrate dramatisch erhöhen kann. Das frühzeitige Erkennen eines Herzstillstands und bessere Implementierung von CPR durch Passanten mit Unterstützung durch die Rettungsleitstelle hat die größten Auswirkungen auf die Überlebenschance.

Ein sorgfältig ausgearbeiteter CPR-Trainingslehrplan mit audiovisuellem Echtzeit-Feedback hat es unserem Rettungsdienstsystem ermöglicht, die Überlebenschance bei Herzstillstand in nur 18 Monaten signifikant zu erhöhen.

Dr. med. Bentley Bobrow, FACEP am College of Medicine, University of Arizona

Das erste Glied der Rettungskette: Telefon-CPR

Die Rettungsleitstelle ist im ersten Glied der Überlebenskette der entscheidende Faktor, der das Überleben von Menschen sichert. Telefon-CPR (T-CPR) oder auch Leitstellen-unterstützte CPR optimiert die Kommunikation zwischen der Rettungsleitstelle und dem Ersthelfer. Bei T-CPR werden die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle dazu ausgebildet, Herzstillstand zu erkennen und zu identifizieren sowie Passanten Anweisungen für eine qualitativ hochwertige CPR zu geben. Telefon-CPR kann sowohl die Anzahl der Passanten, die CPR durchführen, als auch die Qualität der CPR erhöhen.

Viele Rettungsleitstellen haben zwar entsprechende Protokolle installiert, führen aber kein T-CPR durch. Die Implementierung eines T-CPR-Programms mit Ausbildung der Mitarbeiter der Rettungsleitstellen und anschließender, kontinuierlicher Qualitätskontrolle ist ein unverzichtbarer Schritt, um die Überlebensrate nach Herzstillstand zu erhöhen.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Die Stärkung der Rettungskette gehört zu den wichtigsten und wirkungsvollsten Aufgaben unserer Mission zur Rettung von Menschenleben. Unsere Lösungen reichen von der Implementierung der CPR-Trainings für die Breitenausbildung bis hin zur Durchführung von qualitativ hochwertigen CPR-Trainings für Fortgeschrittene, meist ausgeführt von Ersthelfern und medizinischem Fachpersonal. 

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